Gästehaus Fazenda Almada

die Natur

Die Natur

Die Almada Farm liegt im Gebiet des Mata Atlantica Waldes, welcher neben dem des Amazonas die zweite große Tropenwaldregion Brasiliens darstellt. Einst zog sich dieser Lebensraum über Millionen Hektar an der brasilianischen Atlantikküste entlang.
Heute sind leider nur noch sieben Prozent intakt, da ein Großteil der Brasilianer im Gebiet der Mata Atlantica leben. Die Wälder haben den menschlichen Bedürfnissen nach Wohnraum, Ackerland und Viehweiden weichen müssen. Aber gerade im Gebiet der Kakaoküste um Ilhéus, der Heimat unserer Farm, ist recht viel Natur erhalten geblieben, was auch in der naturnahen Kultur des Kakaoanbaus begründet liegt. 

Der Cabruca, wie die Wälder auf den Kakaoplantagen genannt werden, hat einen Großteil der Artenvielfalt bewahren können. Die alten Bäume des Urwaldes sind zumeist stehen geblieben. Nur am Waldboden hat man Platz geschaffen, um die bis zu vier Meter hochwachsenden Kakaobäumchen setzen zu können. Sie gedeihen im Schatten der großen Bäume, welche wiederum Lebensraum für unzählige Tierarten bieten, die hier überleben konnten.
So bietet unsere Farm ein Projektgebiet für die wissenschaftliche Beobachtung der äußerst selten gewordenen Goldkopf Löwenäffchen. Sie fühlen sich in den Wäldern auf unserer Farm pudelwohl. Und sie sind auch der Grund, dass Markus vor Jahren den Weg hierher gefunden hat, nämlich um diese lebhaften Baumbewohner zu fotografieren. Der Regenwald an der brasilianischen Atlantikküste ist eine einzigartige artenreiche Vegetationsform, die es mit allen Regenwäldern der Erde aufnehmen kann.

In diesem Lebensraum existiert eine größere Vielfalt an Flora und Fauna als im bekannteren Amazonaswald. Deshalb ist es sehr wichtig, den weiteren Niedergang dieses Binoms zu stoppen, um seine Reste zu erhalten, und wenn möglich auch zu vergrößern.
Unsere Familie möchte auf der Almada Farm einen Beitrag dazu leisten. Wir haben fast 200 Hektar ehemaliges Nutzland als Naturschutzgebiete ausgewiesen und werden in den kommenden Jahren auf diesen Flächen den Wald mit Originalvegetation wieder pflanzen lassen.

Juliana